Entdecken Sie die Leistungsfähigkeit inverser ETFs

In der Welt der ETFs gibt es eine einzigartige Kategorie, die oft unbemerkt bleibt, aber für diejenigen, die komplexere und spekulativere Anlagestrategien suchen, unverzichtbar ist: inverse ETFs. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um leistungsstarke Instrumente, die es Anlegern ermöglichen, von fallenden statt steigenden Preisen eines zugrunde liegenden Vermögenswerts zu profitieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen ETFs, die darauf abzielen, die steigende Wertentwicklung eines Index oder Vermögenswerts nachzubilden, sind inverse ETFs darauf ausgelegt, Gewinne zu erwirtschaften, wenn die Preise fallen. In diesem Artikel werden wir sehen, was ein inverser ETF ist, wozu er dient, welche Unterschiede er zu Leerverkäufen hat, welche Arten von inversen ETFs es gibt und wir werden einen realen Fall eines inversen ETFs sehen. 

Was ist ein inverser ETF?

Ein inverser ETF ist ein börsengehandelter Fonds (ETF), der mithilfe verschiedener Derivate aufgebaut ist, um vom Wertverlust eines zugrunde liegenden Referenzindex zu profitieren. Die Investition in inverse ETFs ähnelt dem Halten mehrerer Short-Positionen, bei dem Wertpapiere geliehen und verkauft werden, in der Hoffnung, sie zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Ein inverser ETF wird auch als „Short-ETF“ oder „Bearish-ETF“ bezeichnet.

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Renditen von S&P 500 Futures (grün) vs. S&P 500 Inverse ETF (rot). Quelle: Tradingview.

Wozu dienen inverse ETFs?

Viele inverse ETFs nutzen tägliche Terminkontrakte, um ihre Renditen zu erzielen. Ein Terminkontrakt ist ein Vertrag über den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts oder Wertpapiers zu einem bestimmten Zeitpunkt und Preis. Mit Futures können Anleger auf die Kursentwicklung eines Wertpapiers wetten. Inverse ETFs nutzen Derivate (z. B. Terminkontrakte), die es Anlegern ermöglichen, auf den Rückgang des Marktes zu wetten. Wenn der Markt fällt, steigt der inverse ETF um etwa den gleichen Prozentsatz, abzüglich der Broker-Dealer-Gebühren und Provisionen. Inverse ETFs sind keine langfristigen Anlagen, da der Fondsmanager täglich Derivatekontrakte kauft und verkauft. Folglich gibt es keine Möglichkeit zu garantieren, dass der inverse ETF den langfristigen Renditen des Index oder der von ihm abgebildeten Wertpapiere entspricht. Häufiger Handel erhöht häufig die Fondskosten, und einige inverse ETFs können Kostenquoten von 1 % oder mehr aufweisen.

Inverse ETFs vs. Leerverkäufe

Ein Vorteil von inversen ETFs besteht darin, dass der Anleger kein Margin-Konto führen muss, wie dies bei Anlegern der Fall wäre, die Short-Positionen eingehen möchten. Bei einem Margin-Konto leiht ein Broker einem Anleger Geld für den Handel. Margin wird bei Short-Positionen verwendet, einer fortgeschrittenen Handelsaktivität. Anleger, die Short-Positionen eingehen, leihen sich Wertpapiere, die sie nicht besitzen, um sie an andere Händler zu verkaufen. Das Ziel besteht darin, den Vermögenswert zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen und den Handel durch Rückgabe der Aktien an den Margin-Kreditgeber abzuwickeln. Es besteht jedoch das Risiko, dass der Wert des Wertpapiers eher steigt als fällt und der Anleger das Wertpapier zu einem Preis zurückkaufen muss, der über dem ursprünglichen Margin-Verkaufspreis liegt.

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Unterschiede zwischen Leerverkäufen und einem inversen ETF. Quelle: Candor.co.

Arten von inversen ETFs

Es gibt mehrere inverse ETFs, mit denen man von Rückgängen breiter Marktindizes wie dem Russell 2000 oder dem Nasdaq 100 profitieren kann. Es gibt auch inverse ETFs, mit denen man von Rückgängen breiter Marktindizes wie dem Russell 2000 profitieren kann oder der Nasdaq 100. Es gibt auch inverse ETFs, die sich auf bestimmte Sektoren wie Finanzen, Energie oder Basiskonsumgüter konzentrieren. Einige Anleger nutzen inverse ETFs, um von Marktrückgängen zu profitieren, während andere sie nutzen, um ihre Portfolios gegen fallende Kurse abzusichern. Beispielsweise können Anleger, die einen ETF besitzen, der zum S&P 500 passt, S&P-Rückgänge absichern, indem sie einen inversen ETF für den S&P besitzen. Allerdings birgt die Absicherung auch Risiken. Wenn der S&P steigt, müssten Anleger ihre inversen ETFs verkaufen, da sie Verluste erleiden würden, die etwaige Gewinne aus ihrer ursprünglichen Investition in den S&P ausgleichen würden. Inverse ETFs sind kurzfristige Handelsinstrumente, deren Timing perfekt sein muss, damit Anleger Geld verdienen können. Es besteht ein erhebliches Verlustrisiko, wenn Anleger zu viel Geld in Inverse-ETFs investieren und ihre Ein- und Ausstiege nicht rechtzeitig planen.

Echtes Beispiel eines inversen ETF

ProShares Short S&P 500 (SH) bietet ein umgekehrtes Engagement in großen und mittelgroßen Unternehmen im S&P 500. Die Kostenquote beträgt 0,5 pro Aktie. Es hat eine Kostenquote von 0,90 % und ein Nettovermögen von mehr als 1.770 Milliarden US-Dollar. Der ETF soll eine eintägige Handelswette bieten und ist nicht dafür konzipiert, länger als einen Tag gehalten zu werden. Im Februar 2020 fiel der S&P und infolgedessen stieg der SH am 17. Februar 2020 von 23,19 $ auf 28,22 $ am 23. März 2020. Wenn Anleger in diesen Tagen im SH gewesen wären, hätten sie Gewinne gemacht.

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Tägliche Renditen des ProShares Short S&P 500 Inverse ETF für das vierte Quartal 4. Quelle: Proshares.


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